Herrin des Nordes – Martha Sophie Marcus

Titel: Herrin des Nordens | Autor: Martha Sophie Marcus
Verlag: Goldmann
Taschenbuch |Seiten: 736 |Preis: 9,99 €|ISBN: ISBN: 978-3-442-48106-4

Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu .

Herrin des Nordens von Martha Sophie MarcusDas Cover: passt gut zur Geschichte, der obere Teil mit den Schiffen und dem dunkeln Himmel spiegelt das Geschehen im Ganzen Buch sehr gut wieder, und die Teilung des Covers durch den Seemannskonten finde ich sehr gut gelungen.

Die Handlung: Die Geschichte beginnt im Jahr 1044 und endet im Jahr 1006 in Haithabu, Dänemark. Im größten Teil des Buches begleitet man Ingunn. Aber ab und an erhalten wir auch einen Einblick in die Sicht von Jon. Das Leben zu dieser Zeit ist nicht einfach, denn verschiedene Könige kämpfen um Dänemark und Haithabu gerät oft ins Visier von Angriffen. Außerdem nimmt der Konflikt zwischen Christentum und den nordischen Göttern seinen lauf. Ingunn entwickelt sich zu einer starken Frau, die eine Rückschläge hinnehmen muss und alles versucht um sich, ihre Familie und ihr Stadt zu schützen.

Der Schreibstil: Ein toller Schreibstil, der es einfach macht sich in der Geschichte zurecht zu finden, außerdem merkt die Autorin am Ende des Buches auch an, dass sie drauf achtet, den Lesefluss durch alte Wörter nicht zu behindern um so dem Leser den Spaß am Lesen zu erhalten und auch das ist ihr sehr gut gelungen.

Fazit: Mit über 700 Seiten ist das Buch nicht gerade in ein paar Tagen gelesen. Trotzdem konnte es mich so packen, dass ich nich aufhören wollte zu lesen und ich habe es in wenigen Tagen verschlungen. Allerdings war es mir an manchen Stellen doch etwas  zu langatmig. Frau Marcus gelingt es mit Ingunn eine starke Protagonistin zu entwickeln, die sich nicht in irgendein Frauenbild drängen lässt, die weis was sie will und macht was sie will. Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, aber auch die anderen Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet, so das es leicht viel sich in diese hinein zu versetzen. Aber nicht nur die auftretenden Personen, sondern auch der Hintergrund, das allgemeine Leben (Bräuche und auch die Anbetung der Nordischen Götter) zu dieser Zeit wird von der Autorin gut und authentisch gelungen.  Auch der geschichtliche Hintergrund, die Christianisierung, der Kampf der Könige und das Ende der Wikingerzeit haben mir im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte sehr gut gefallen. Martha Sophie Marcus hat es in meinen Augen geschafft eine authentische Story zu entwickeln. Für jemanden, der sein Wissen über die Wikinger und ihre Kultur erweitern möchte, oder allgemein gerne historische Romane liest, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Es lohnt sich wirklich. Ich vergebe 4 Sterne.

sternsternsternstern

Danke an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

 

Sommerleseliste

Hallo ihr Lieben,

ein bisschen verspätet gibt es meine Sommerleseliste die gleichzeitig die Leseliste für den Lovelybooks Lesesommer ist. Eigentlich hätte ich für die SuB Abbau Extrem Challenge auch eine Leseliste mit 3 Büchern erstellen sollen, aber da ich schon wieder so viele Neuzugänge habe und es mit 100%-iger Wahrscheinlichkeit nicht schaffen werde so viele Bücher zu lesen um alle Punkte zu bekommen, lass ich das lieber ganz :D

Da diesen Monat Hausarbeiten geschrieben werden müssen und dann auch schon wieder die Klausurenphase los geht, habe ich nicht so viele Bücher ausgewählt, aber ein paar dicke Schicken sind auch dabei.

  • Runa von Vera Buck
  • Teil 1 und 2 der Daringham Hall – Trilogie von Kathrin Taylor
  • Der Winterpalast von Eva Stachniak
  • Herrin des Nordens von Martha Sophie Marcus
  • Der Übergang von Justin Cronin
  • Feuertochter von Iny Lorentz
  • Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Feuertochter habe ich schon beendet und jetzt habe ich gerade mit Herrin des Nordens begonnen. Im Moment lese ich irgendwie gerne historische Roman.

IMG_1426

liebe

Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot – Florian Herb

Titel: Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot | Autor: Florian Herb
Verlag: Ullstein 
Taschenbuch |Seiten: 288 |Preis: 9,99 €|ISBN: ISBN: 9783548287591

Sie kam, sah und braute

Alois Gschwend, Besitzer der örtlichen Brauerei in Ried im Allgäu, steckt in der Krise. Seine Frau hat ihn verlassen, die Kinder sind in die Großstadt gezogen und irgendjemand hat ihm das Finanzamt auf den Hals gehetzt. Kurzerhand wirft er alles hin und braut nicht mehr. Das versetzt ganz Ried in Aufruhr, denn welche Schande wäre es, das Bier zum 700-jährigen Dorfjubiläum aus dem Nachbarort zu importieren! In geheimer Mission reisen die Landfrauen nach Hamburg und überreden Alois‘ Tochter Maria, heimzukehren und die Brauerei zu retten – mit den Waffen einer Frau …

csm_9783548287591_cover_18d11dd84a

Das Cover: Frühlingshaft und mit der Frau im Dirndl und dem Bier sehr passend.

Die Handlung: Maria nimmt es dankend an, als die Landfrauen bei ihr in Hamburg auftauchen und möchten, dass sie mit ihnen nach Ried kommt um ihrem Vater mit der Brauerei zu helfen. In ihrer Ehe läuft es nicht rund und so packt sie ihre Sachen. In Ried versucht sie alles um die Brauerei und ihren Vater wieder auf Vordermann zu bringen, damit im nächsten Jahr das 700-jähre Dorfjubiläum auch mit dem hiesigen Bier gefeiert werden kann.

Der Schreibstil: Ein sehr lockerer Schreibstil, mit viel Humor und einfach zu lesen.

Das Fazit: Florian Herb hat eine humorvolle Geschichte rund um das Bierbrauen und die bayerische Dorfkultur geschaffen. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und alles rund um das Dorf Ried und seine Bewohner kennen zu lernen. Der Autor schafft es aktuelle Probleme in die Geschichte einzubauen, zum Beispiel werden die Flüchtlinge in die Gemeinschaft integriert oder eben auch das Intrigen gespannt werden um noch mehr Touristen für den kleinen Ort im Allgäu zu begeistern und so noch mehr Geld zu bekommen. Und auch der Klimawandel macht in dem Buch vor nichts Halt, erst kein Schnee, dann viel Regen und dann doch zu viel Schnee. Es ist wirklich alles dabei. Alles in allem ein wirklich tolles Buch, das mir gut gefallen hat und das ich jedem empfehlen kann der es gern etwas humorvoller mag oder/und die Kultur besser kennen lernen will und zusätzlich ein bisschen was über das Bierbrauen erfahren möchte.

Markus Huschele führte in seinem „Gästeservicecenter“ – wie die Tourismuszentralen im Landkreis nun seit drei Wochen hießen, nachdem die beauftragte Image-Consulting-Group Branding Solutions aus Wernigerode den Begriff „Tourist“ zu nahe an „Terrorist“ sah – kundenorientierte Servicegespräche mit potentiellen Gästen. S. 84

sternsternsternstern